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...........Mommartz
unterhält sich mit oder präsentiert interessante, witzige und
auch beliebige Gesprächspartner aus seinem Bekanntenkreis: Zeitgenossen.
Im Reden mit ihnen will er, zum Beispiel, Hemmschwellen verschiedener
Art abbauen, vor der Kamera improvisierend. Das gelingt in unterschiedlicher
Qualität. Seine Schwarz-Weiß Kamera(s) handhabt er zumeist
starr (oft hört man das
Laufgeräusch), manchmal auch in altbewährter experimenteller
Weise. In der Sequenz mit Tony Morgan und Freundin, worin Tony sich bewußt
dem offenbar als bedrängend verstandenen Anspruch von Mommartz verweigert,
indem er sich schlicht und logisch tot stellt, versucht der Filmemacher,
Tonys Schweigen durch exaltiertes Kameraherumhandwerken zu kompensieren.
Das bekommt der Szene nicht gut. Eine ganz großartige Szene indessen
ist die mit "Berni", der zusammen mit Mommartz und mit Hilfe
von Zeichnungs- und Bildkonstellationen gescheit, witzig und frappant
Grundlagen einer möglichen Filmästhetik entwickelt .........
Manchmal wollen wir auch gar nicht so nahe in die Privatheit der Personen
hinein. Mommartz' Anstrengungen reichen also diesmal nicht. Vor allem
reicht das Ergebnis nicht heran an Mommartz' sonst unbestreitbaren Filmmacherrang,
der es zum Beispiel erlaubt, den Warhol Vergleich überhaupt zu wagen.
Im Prolog frägt Mommartz sibyllinisch, "wie kommt die Kuh vom
Eis?" Weiß der Metzger. Aber vielleicht habe ich den ganzen
Film nicht richtig kapiert. Das muß dann allerdings nicht unbedingt
allein die Schuld des Betrachters sein.
(Sebastian
Feldmann RP 28.9.1983)
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